Sind die Vereine morgen noch das Rückgrat des Dorflebens ?

Mit ihren breiten Angeboten für Fitness und Gesundheit, Kultur und Kunst, soziale Hilfe und Pflege, Umweltschutz und Heimatliebe bringen die Vereine Vitalität ins Dorfleben. Doch die Mitgliederzahlen sinken, das Durchschnittsalter steigt. Und die Ansprüche an die Vereine ändern sich.

Auch die Bindung an die Vereine ist nicht mehr so stark ausgeprägt wie früher, als die Mitgliedschaft noch eine Art Familientradition war. Die Menschen sind mobil, sie suchen sich speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Vereinsangebote, nicht unbedingt vor Ort, sondern in der Region, dort, wo sie das qualitativ beste Angebot bekommen, das in die persönliche Alltagsplanung passt.
Auf diese Veränderungen müssen sich die Vereine einstellen. Als Dienstleister sollten sie sich über die geänderten Bedürfnisse ihrer „Zielgruppen“ klar werden und die Angebote anpassen.

Aktuell nachgefragte Angebote können die Resonanz in der Breite für die Bevölkerung verbessern.

Für ältere Mitglieder und Bürger sollte man auch über Angebote am Vormittag nachdenken. Übungsleiter, die nicht zum alten Eisen zählen wollen, gibt es auch genügend!

Tagen und üben Sie nicht in den Räumen leeren Hallen, wenn es geht bitte in der Kneipe, im Nebenzimmer, in den Sälen der Gasthäuser, wo man sich oft nur noch nach Beerdigungen trifft. Je mehr diese Räume genutzt werden, umso länger haben Sie noch das Wirtshaus.

Machen Sie auch Nichtmitgliedern Angebote in Projektarbeiten oder zeitlich befristeten Lehrgängen und Kursen. Nicht jeder will Vereinsmitglied auf Dauer werden, andererseits gibt es die Gelegenheit sich als Verein darzustellen und vielleicht doch neue Mitglieder zu gewinnen.

Kooperieren sie mit anderen Verein, sprechen Sie Termine ab, damit es nicht zu unnötigen Überschneidungen kommt (Vereinsgemeinschaften, Vereinsringe).

Vereine in einem Dorf sollten nicht alle im Januar den Beitrag kassieren. Das könnte Mitglieder auf die Idee bringen zu überlegen welchen Nutzen die Mitgliedschaft noch hat.

Ein Dorf – 20 Vereine – 20 mal wird „kassiert“. Wie wäre es mit einer Mitgliedschaft für viele oder sogar alle, oder mittelfristig sogar weniger Vereine mit mehreren Sparten?

Wie stellt sich Ihr Verein zukunftsfähig auf? Mit welchen Konzepten und Ideen bringen Sie als Vorstände Ihren Verein als Motor der Dorfgemeinschaft zum Laufen? Schreiben Sie mir. Dorfglück.de wird Ihre Vorgehensweise veröffentlichen.    Otmar Weber