Im Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ der Kulturstiftung des Bundes werden ab 2020 sieben weitere Regionen gefördert: Für die Umsetzung ihrer Transformationsprojekte in den Jahren 2020 bis 2023 erhalten die Regionen Vogelsbergkreis (Hessen), Uecker-Randow (Mecklenburg-Vorpommern), Mestlin (Mecklenburg-Vorpommern), Kusel (Rheinland-Pfalz), Köthen (Sachsen-Anhalt), Rendsburg-Eckernförde (Schleswig-Holstein) sowie das Altenburger Land (Thüringen) jeweils Fördermittel von bis zu 1,25 Mio. Euro. Eine Fachjury hatte im Herbst 2019 die Konzeptideen dieser Regionen für eine Förderung empfohlen. Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes hat in seiner heutigen Sitzung vom 9. Dezember 2019 diese Juryentscheidung bestätigt. Mit dem TRAFO-Programm unterstreicht die Kulturstiftung die Bedeutung kultureller Infrastruktur für ländliche Räume. In den seit 2015 geförderten Regionen Oderbruch, Saarpfalz, Schwäbische Alb und Südniedersachsen wurden vielversprechende Wege aufgezeigt, wie Kultureinrichtungen einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung ihrer Region leisten, wenn sie auf den gesellschaftlichen Wandel reagieren.

Das bundesweit große Interesse an diesen Zukunftsperspektiven führte 2018 zur Ausweitung des Programms: In Abstimmung mit den bis dahin noch nicht an TRAFO beteiligten Flächenbundesländern wurden 18 Regionen über einen Zeitraum von anderthalb Jahren mit bis zu 40.000 Euro gefördert, um ein Transformationsprojekt zu entwickeln. Von 17 eingereichten Förderanträgen wählte die Fachjury sieben Regionen aus, die für die Umsetzung ihres Projektes jeweils 1,25 Mio. Euro in den Jahren 2020 bis 2023 erhalten.

„Wir sind insgesamt sehr beeindruckt vom großen Engagement der
kulturellen Akteure, der Verwaltungen und der Politik sowie von den
vielfältigen Vorschlägen, die alle Regionen im vergangenen Jahr erarbeitet
haben. Aus den Projektbeschreibungen wird deutlich, dass viele Regionen
es bereits in dieser Entwicklungsphase geschafft haben, maßgebliche
Veränderungen anzustoßen, und dass Kultur vor Ort einen größeren
Stellenwert in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit und der Politik
bekommen hat. Die ausgewählten Projekte haben uns in besonderer Weise
davon überzeugt, dass die Kultureinrichtungen Verantwortung für ihre
Region und das Gemeinwesen übernehmen wollen und so einen wichtigen
Beitrag zur Regionalentwicklung leisten werden“, resümiert die Jury den
Auswahlprozess.
Samo Darian, Leiter des Programms: „Mit dem TRAFO-Programm wollen
wir den beteiligten Kultureinrichtungen die Möglichkeit geben, sich neu
auszurichten, neue Kooperationen einzugehen und auch Experimente zu
wagen. Dabei geht es vor allem um strukturelle Veränderungen in der
Kulturlandschaft, wie sie in vielen ländlichen Regionen auch bei der
Umstrukturierung von Verwaltungen, der medizinischen Versorgung und im Nahverkehr von nöten sind.“

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